Der kirchliche Auftrag

„Lasst die Kinder doch zu mir kommen und hindert sie nicht daran, denn für Menschen wie sie steht Gottes neue Welt offen.“ Markus 10, 14

„Die neue Welt Gottes ist mit einem Schatz zu vergleichen, der in einem Acker vergraben war: Ein Mensch fand ihn und deckte ihn schnell wieder zu. In seiner Freude verkaufte er alles, was er hatte und kaufte dafür den Acker mit dem Schatz.“ Matthäus 13, 44+45

Bildung und Betreuung von Kindern gehören zu den wichtigsten Aufgaben der Evangelischen Kirchengemeinde Unterkochen-Ebnat.

Seit September 2018 gibt es diesen Naturkindergarten. Es ist ein Ort der Begegnung, an dem die Kinder Geborgenheit und Gemeinschaft erleben.

Kinder sind die Zukunft der Kirche und der Gesellschaft und sind daher ein Schatz.

Uns ist wichtig, den Kindern ihre Kindheit als einen Schatz zu bewahren. Die Vermittlung christlicher Werte, der Nächstenliebe und der Toleranz gegenüber Kindern verschiedener Herkunft, Kultur und Religion ist ein zentrales Anliegen unseres Kindergartens und der Evangelischen Kirchengemeinde.

Nutzen und Vorteile des Naturkindergartens

(Auszüge aus wissenschaftlichen Arbeiten von Grahm, Groges Häfner, Huppertz)

 

-Der Aufenthalt im Freien wirkt sich positiv auf Bewegung, Wahrnehmung, Koordination, taktiler Wahrnehmung und Tiefensensibilität aus.

-Die Kinder sind gesundheitlich stabiler.

-Sie haben weniger Unfälle, sie fallen sicherer.

-Die Sprachentwicklung wird gefördert – die Kinder tauschen sich über ihr Spielgeschehen und ihre Spielgegenstände aus, da es kein vorgefertigtes Spielzeug gibt.

-Die Kinder sind weniger lärmbelastet, es gibt somit weniger Stress, was sich positiv ihr Immunsystem auswirkt.

-Die Kunst der Naturpädagogik ist es, eine Balance zwischen Freiräumen, die die Umgebung der Natur bietet und dem Bedürfnis nach einem „sicheren“ Raum zu schaffen.

-Es gibt eine räumliche „Unbegrenztheit“, wobei Regeln und Gewohnheiten konsequent eingehalten werden.

-Die Kinder übernehmen Achtsamkeit für sich selbst und für andere.

-Die Umgebung Natur wirkt sich stimulierend auf die Bildungsprozesse und das forschende Lernen aus.

-Ausflüge erweitern den Aktionsradius der Kinder.

Die Kinder

Hörst du das Zwitschern der Vögel oder

das Rauschen des Laubes im Wind?

Riechst du das Harz der Bäume?

Siehst du die Spinnennetze besetzt von

Tautropfen in der Sonne glitzern oder im

Winter die Spuren der Tiere im Schnee?

Spürst du den Wind und den Regen auf

deiner Haut?

Genieße die Stille des Waldes und der Natur.

Tagesablauf bei den Schatzsuchern

Tagesablauf

Der Tag im Wald und in der Natur braucht eine feste und sichere Struktur.

  • Begrüßung der Kinder – die Eltern bringen die Kinder bis 8.30 Uhr zum Naturkindergarten.
  • Gemeinsam begrüßen die Kinder und Erzieherinnen die Natur mit einem Lied oder einem Gedicht.
  • Kinder und Erzieherinnen stimmen gemeinsam ab, welches Tagesziel, Wanderziel erreicht werden soll.
  • Nach dem Händewaschen vespern wir.
  • Wir machen uns auf den Weg.
  • Ab 13.30 Uhr können die Kinder beim Naturkindergarten abgeholt werden.

 

Was tun wir bei widrigen Wetterverhältnissen?

Wir können uns in unserer Schutzhütte aufhalten, die mit Tischen und Bänken ausgestattet ist. Eine Grundausstattung an Materialien, wie z.B. Papier, Malutensilien, Knete und Bücher, Naturführer sind vorhanden.

Wir haben unser Wanderziel erreicht

Die Kinder haben dort ausreichend Zeit für Spiel, gemeinsame und individuelle Angebote, Naturbeobachtungen, Experimente.

Buddelecken werden so genutzt, dass weder Wurzeln noch Jungpflanzen geschädigt werden.

Die Absprachen mit dem Förster oder den Waldarbeitern sind sehr wichtig, um auf aktuelle Situationen (Baumfällarbeiten, Sturmschäden, usw.) reagieren zu können.

 

Regeln

Abgesprochene Regeln dienen der Orientierung für alle.

  • Wir sind Besucher des Waldes und der Natur.
  • Wir achten Menschen und Natur. Wir beobachten Tiere. Tiere dürfen nicht getötet oder gequält werden. Pflanzen dürfen nicht zerstört oder herausgerissen werden.
  • Die Kinder bleiben immer in Sicht- und Hörweite. Ausnahmen müssen mit den Kindern abgesprochen werden.
  • Außer, des mitgebrachten Vespers wird nichts gegessen und in den Mund gesteckt (Beeren, Pilze, Blätter, …)
  • Umgang mit Stöcken: nicht mit Stöcken rennen, größere Stöcke am Boden halten oder hinter sich herziehen, Stöcke nicht in der Nähe von anderen werfen.
  • Wir nehmen unseren Müll wieder mit und lassen diesen nicht im Wald oder anderen Plätzen liegen!